In diesem Beitrag 3 min · Website-Relaunch
„Was kostet denn so eine Website?“ ist die häufigste Frage im ersten Gespräch — und gleichzeitig die ehrlich-am-schwersten zu beantwortende. Es kommt nicht auf die Größe der Website an, sondern auf das, was darin steckt. Eine 5-Seiten-Praxis-Website kann 3.000 Euro kosten oder 15.000 Euro. Beide Preise können angemessen sein. Hier die drei Klassen, in denen sich realistische Angebote 2026 bewegen.
Klasse A: 1.500 bis 4.000 Euro — DIY-Plus oder Fiverr
In dieser Preisklasse bekommen Sie entweder ein vorgefertigtes Theme (WordPress, Wix, Squarespace) eingerichtet und mit Ihren Texten gefüllt — oder die Arbeit eines Solo-Anbieters aus dem Ausland über Plattformen wie Fiverr. Beides hat seine Berechtigung: für einen Verein, eine Hobbyseite, eine Praxis im Nebenerwerb. Für ein Unternehmen, das von der Website abhängig ist, ist es zu wenig.
Klasse B: 6.000 bis 18.000 Euro — die Mittelstands-Klasse
Hier bewegt sich der Großteil der ernstgemeinten Mittelstands-Websites. Eine inhabergeführte Agentur — Solo bis fünf Mitarbeiter — baut eine individuelle Website mit eigenem Design, sauberer Architektur, lokaler SEO-Basis, DSGVO-konformen Formularen und ein- bis zwei Spezialfunktionen (Buchung, Login-Bereich, Konfigurator). Sie bekommen einen festen Ansprechpartner, transparente Kommunikation und in der Regel eine sechs- bis zehnwöchige Bauzeit. Inkludiert: 1-2 Jahre Wartung, Schulung, Übergabe-Dokumentation. Dies ist die Klasse, in der die meisten KMU am sinnvollsten aufgehoben sind.
Was Sie selbst prüfen können
- ✓Sind Impressum und Datenschutzerklärung aktuell?
- ✓Wird die Seite mobil korrekt angezeigt?
- ✓Lädt die Startseite unter 2 Sekunden?
- ✓Funktioniert das Kontaktformular tatsächlich?
- ✓Wann wurde zuletzt ein Backup gemacht?
Klasse C: 25.000 bis 80.000 Euro — Top-Agentur oder Großprojekt
Diese Klasse rechnet sich erst, wenn die Website ein zentraler Geschäftskanal ist — bei E-Commerce mit großen Sortimenten, bei Plattformen mit Mitglieder-Login, bei mehrsprachigen Konzern-Auftritten. Hier arbeiten 5-15 Personen am Projekt: Strategie, UX, Visual-Design, Entwicklung, Content, SEO, Projektmanagement. Bauzeiten von vier bis acht Monaten sind normal. Wer dort hinmuss, weiß es meist selbst — wer eine Mittelstands-Website braucht und 30.000 Euro angeboten bekommt, sollte mindestens zwei Alternativ-Angebote in Klasse B einholen.
Versteckte Folgekosten
Der Bau ist die eine Seite — die andere ist der Unterhalt. Eine ordentliche Unternehmens-Website kostet in der Pflege zwischen 40 und 250 Euro im Monat: Hosting, Domain, SSL, Updates, Backups, kleinere Anpassungen. Schein-Angebote unter 30 Euro pro Monat heißen meist: keine Wartung, kein Backup, kein Ansprechpartner. Im Schadensfall — und der kommt — zahlt man die Differenz dann mit Zinsen.
Woran man unseriöse Angebote erkennt
Vorsicht bei drei Konstellationen. Erstens: Pauschalpreise unter 2.000 Euro für „professionelle Unternehmens-Websites“ — das geht nur über Templates ohne Anpassung, was Sie auch selbst hinbekommen. Zweitens: Angebote ohne schriftliches Briefing, bei denen niemand fragt, was die Website tatsächlich leisten soll. Drittens: Bindungs-Knebel-Verträge über mehrere Jahre für „Lizenzkosten“, die in Wirklichkeit nur den Aufwand eines billigen Themes decken.
Antworten in Kürze
Erste häufige Frage in einem Satz?
Kurze, konkrete Antwort. Ein oder zwei Sätze reichen — das ist auch SEO-technisch der ideale Umfang.
Zweite Frage, die Leser tatsächlich stellen?
Antwort ohne Fülltext. Wenn nötig: Link auf eine vertiefende Seite, aber nicht ablenken.
Dritte Frage zum Beitrag?
Wieder kurz und konkret antworten. Maximal drei Sätze.
