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SEO-Pakete für Handwerksbetriebe gibt es ab 400 Euro im Monat. Die meisten sind ihr Geld nicht wert — sie versprechen „Top-3-Plätze bei Google“ für irrelevante Suchbegriffe, optimieren Meta-Tags, die sowieso nichts bringen, und melden monatlich Berichte voller Vanity-Zahlen. Was für einen Handwerksbetrieb in der Region tatsächlich Anfragen bringt, sind fünf gut gemachte Basics — die meisten davon kostenlos.
Schritt 1: Google-Unternehmensprofil professionalisieren
Wenn jemand „Heizungsbauer Heidelberg“ sucht, zeigt Google zuerst die Karte mit drei Einträgen — das „Local Pack“. Diese drei Einträge bekommen zusammen rund 50% aller Klicks für diese Suchanfrage. Wer dort nicht steht, ist quasi unsichtbar. Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos einzurichten (eine Stunde Zeit) und kostet maximal eine Viertelstunde pro Woche Pflege: Fotos hochladen, Öffnungszeiten aktuell halten, gelegentlich einen Post veröffentlichen. Größter SEO-Hebel überhaupt für Handwerker — und kostet nichts.
Schritt 2: Eine eigene Seite pro Leistung
Eine Sammelseite „Unsere Leistungen“ mit zehn Punkten reicht Google nicht aus, um Sie als Experten für eine bestimmte Leistung einzuordnen. Bessere Strategie: pro Hauptleistung eine eigene Unterseite mit 600 bis 1.200 Wörtern. „Heizungstausch in Heidelberg“, „Sanitärinstallation Mannheim Innenstadt“, „Notdienst für Wasserschäden Rhein-Neckar“. Jede dieser Seiten kann unabhängig ranken. Aufwand: 4-6 Stunden pro Leistung, einmalig. Halten 5-10 Jahre.
Schritt 3: Bewertungen aktiv einholen
Der Konkurrent zwei Straßen weiter hat 47 Google-Bewertungen, Sie haben 3. Das ist kein Zufall — das ist ein Prozess. Drei Möglichkeiten, das systematisch aufzubauen. Erstens: QR-Code auf jeder Rechnung, der direkt zur Google-Bewertung führt. Zweitens: automatische E-Mail-Nachfrage 7 Tage nach Auftragsabschluss. Drittens: persönliche Bitte beim Verabschieden („Wenn Sie zufrieden waren, würden wir uns über eine kurze Google-Bewertung freuen“). Drei bis fünf neue Bewertungen pro Monat sind realistisch.
Was Sie selbst prüfen können
- ✓Sind Impressum und Datenschutzerklärung aktuell?
- ✓Wird die Seite mobil korrekt angezeigt?
- ✓Lädt die Startseite unter 2 Sekunden?
- ✓Funktioniert das Kontaktformular tatsächlich?
- ✓Wann wurde zuletzt ein Backup gemacht?
Schritt 4: Konsistente NAP-Daten überall
NAP steht für Name, Adresse, Phone — diese drei Daten müssen überall, wo Ihr Betrieb gelistet ist, identisch sein. Google, Gelbe Seiten, Branchenbuch, Handwerkskammer, Wer-liefert-was, MeineStadt, Cylex. Inkonsistenzen (mal „Müller GmbH“, mal „Heizung Müller“, mal mit Plz, mal ohne) kosten lokale Sichtbarkeit. Einmal alle Profile durchgehen, vereinheitlichen, durchziehen.
Schritt 5: Lokaler Content, nicht Allerwelts-Content
Statt einen Allerwelts-Ratgeber „Wie wähle ich die richtige Heizung“ zu schreiben (gegen den Sie nie gegen Energie-Konzerne ranken werden), schreiben Sie spezifische Lokal-Inhalte: „Was kostet ein Heizungstausch in einem Altbau in Handschuhsheim“, „Welche Heizungsförderung gilt 2026 in Heidelberg“, „Notdienst für Wasserschäden Sonntagnacht in der Bergstraße“. Solche Inhalte ranken bei Google, sind nützlich für Suchende und holen genau die qualifizierten Anfragen ab.
Antworten in Kürze
Erste häufige Frage in einem Satz?
Kurze, konkrete Antwort. Ein oder zwei Sätze reichen — das ist auch SEO-technisch der ideale Umfang.
Zweite Frage, die Leser tatsächlich stellen?
Antwort ohne Fülltext. Wenn nötig: Link auf eine vertiefende Seite, aber nicht ablenken.
Dritte Frage zum Beitrag?
Wieder kurz und konkret antworten. Maximal drei Sätze.
